Stolpersteine

Schon seit einigen Jahren gibt es bundesweit und so auch in vielen Stadtteilen Hamburgs in den Gehweg eingelassene Messingplaketten mit den Namen und Daten der von den Nazis wegen ihres Glaubens, ihrer Anschauungen, Herkunft oder sexueller Orientierung verschleppten Bürger.Inzwischen gibt es über 2000 Stolpersteine in Hamburg. Der erste in Bramfeld verlegte Stein befindet sich in der Fabriciusstr. 274 beim Bramfelder See, der an ein Opfer dieses epochalen Verbrechens erinnert. Hier wohnte der Kaufmann Paul Aron Goldschmidt Jg. 1874 der am 24.02.1943 in das KZ Theresienstadt verschleppt wurde und dort am 21.12.43 verstarb.

Stolpersteine für Bramfeld

Seit Ende März 2008 trifft sich die Arbeitsgruppe im Stadtteilarchiv Bramfeld. Ziel des Projektes ist es, die Geschichte der NS-Diktatur in Bramfeld aufzuarbeiten. Die Auswertung von Dokumenten, Interviews mit Zeitzeugen und Recherchen im Staatsarchiv helfen dabei, die Lebens- und Leidensgeschichte von Bramfeldern zu rekonstruieren, die zwischen 1933 und 1945 von den Nationalsozialisten verfolgt, deportiert und ermordet wurden. Nach gut einem Jahr konnte die Gruppe erste Ergebnisse in Form einer Broschüre vorlegen. Am Donnerstag, den 29.10.09 um 11 Uhr weihte die Gruppe den ersten von ihr in Auftrag gegebenen Stolperstein ein. Er liegt im Alten Teichweg 180 und ist für Jonny Stüve, einem kommunistischen Werftarbeiter, der in Bramfeld versteckt und von der Gestapo 1944 ebenfalls in Bramfeld verhaftet wurde. Die Bramfelder Stolpersteingruppe trifft sich im Stadtteilarchiv. Den nächsten Termin bitte im Archiv erfragen.

Veranstaltungen der Stolpersteingruppe Bramfeld sind auf der Startseite dieser Homepage aufgeführt.Das Bundesweite Projekt Stolpersteine mit vielen Informationen finden Sie unter der Internetadresse:
www.stolpersteine.com

Einladungen gelten ausdrücklich nicht für Mitglieder/Sympathisanten rechtsextremer Parteien/Gruppen wie NPD, DVU, REP, AFD,  „freie Kameradschaften“ oder ähnliche.

Broschüre