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Hilfe für Verfolgte
Über das Thema "Hilfe für Verfolgte in Hamburg 1933-1945" wurde bisher noch nicht systematisch geforscht. Die Hamburger Geschichtswerkstätten haben mit dem Buch " … und nicht zuletzt Ihre stille Courage" und der parallel erarbeiteten Ausstellung 2010 einen Anfang gemacht.

Schon das Buch ist viel umfangreicher geworden als geplant, weil immer mehr Helfer-Geschichten gefunden und recherchiert werden konnten. Dementsprechend wurde die Ausstellung 2011 und 2012 ergänzt.


Besonders interessierte die beteiligten Forscherinnen, warum Menschen zu Helferinnen oder Helfern wurden. Denn es waren weder moralisch besonders hervorragende Frauen und Männer, auch nicht sozial besonders gut oder schlecht gestellte, häufig nicht einmal erklärte Gegner der nationalsozialistischen Ideen, die Verfolgten halfen. Ausschlaggebend war, dass sie durch besondere Umstände und persönliche Betroffenheit in Widerspruch zur NS-Politik gerieten.
Weil sie sich selbst nicht als Helden gesehen haben, und weil der Nachkriegszeitgeist nicht daran interessiert war, das Versagen der großen Mehrheit anzuschauen, hat sich für die unspektakulären Helferinnen und Helfer von Verfolgten lange niemand interessiert.

Unser Anliegen war es auch, sowohl das Ausmaß an Verfolgung (Juden, Christen, Linke, Homosexuelle, Deserteure, Roma und Sinti) als die Vielfältigkeit von Hilfe (Lebensmittelhilfe, Hilfebeim Verstecken, falsche Papiere besorgen, bezahlte Hilfe) darzustellen.

Die Ausstellung soll auch weiterhin entsprechend der Forschungsfortschritte erweitert werden. Sie kann bei den Hamburger Geschichtswerkstätten ausgeliehen werden - auch in Teilen -, ein Angebot, das wir besonders an Schulen richten. Sie umfasst z.Z. 34 Tafeln im Format 100x150 cm. Transport, Auf- und Abbau übernehmen die Geschichtswerkstätten, Gebühr 200 €.


Wir bedanken uns bei Ulf Bollmann und Gottfried Lorenz (Arbeitskreis "Stolpersteine für homosexuelle NS-Opfer"), Dorothea Hauser (Warburg-Archiv Berlin), Ulrich Bauche (ehemals Hamburg-Museum) für ihre Mitarbeit und bei dem Stiftungsfonds Geschichtswerkstätten sowie der Berenberg-Bank für die finanzielle Unterstützung.




Die Ausstellung
Die Ausstellung ist als "work in progress" angelegt.
Sie startete 2010 mit 15 Tafeln, wurde 2011 um neun Tafeln und 2012 um 10 Tafeln erweitert. Mittlerweile umfasst sie 34 Tafeln, die Titel der Tafeln können Sie dem Flyer anlässlich der Präsentation der Ausstellung im April 2012 in der Hamburger Rathausdiele entnehmen.

Bisher wurden die Tafeln an folgenden Orten gezeigt:
2010
Stadtteilarchiv Ottensen
Jüdische Gemeinde, Grindelhof
Israelitische Töchterschule, Karolinenstraße
Bücherhalle Bramfeld
2011
Bücherhalle Horn
KZ-Gedenkstätte Neuengamme
Bezirksamt Nord
2012
Hamburger Rathausdiele
Landesinstitut für Lehrerfortbildung
Bücherhalle Bramfeld






Es gibt ein reich bebildertes kostenloses Begleitheft (Din A4) zur Ausstellung. In diesem Katalog befinden sich Reproduktionen von jeder Tafel.


Wenn Sie die Ausstellung ausleihen möchten, wenden Sie sich bitte an:

Stadtteilarchiv Bramfeld
Ulrike Hoppe
Bramfelder Chaussee 265
20177 Hamburg
Tel. 040 691 51 21
Email: Stadtteilarchiv-Bramfeld@t-online.de


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