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Ziele der Mehrgenerationenprojekte
Der Austausch über die Lebensbedingungen ihrer Kindheit führt bei den Kindern und Senioren bzw. Enkeln und Großeltern zum Aufbau gegenseitigen Verständnisses und Abbau von Vorurteilen. Die Kinder profitieren vom Erfahrungsschatz der Senioren, und die Senioren erleben, dass ihre Erinnerungen auch für zukünftige Generationen wertvoll sind. Auf diese Weise wird die Weitergabe kulturellen Erbes unserer Gesellschaft gepflegt. Die älteren Menschen erhalten einen Einblick in die Lebenswelt der heutigen Kinder, der immer seltener möglich ist.

Die Kindheiten der Großelterngeneration beziehen sich nicht nur auf ein Jahrzehnt, so dass eine spannende Vielfalt von früheren Kindheiten aufeinander trifft. Allen gemeinsam ist, dass sie mit deutlich weniger Spielzeug als heute und mehr miteinander gespielt haben. Dass man damit auch viele Möglichkeiten und Spaß haben kann, wird zu einer Botschaft an die Kinder von heute.

Lisa-Lotta und Nele 2008 -


Bei diesen Projekten wird Kindern die Möglichkeit geboten, sich selbst in den historischen Kontext einzuordnen. Die Erinnerungen der Senioren werden geweckt, alte Gegenstände und Fotos kommen zum Vorschein und es wird möglich, Stadtteilgeschichte zu sichern und für andere zugänglich zu machen. Besonders Lieder und Bewegungsspiele brauchen die direkte persönliche Weitergabe, um nicht in Vergessenheit zu geraten. Die Kinder bekommen Anregungen, die sie in ihr tägliches Spiel integrieren können und kommen auf spielerische Weise - im wahrsten Sinne des Wortes - mit Geschichte in Berührung. Der Umgang mit den gewöhnlichen Gegenständen eines früheren Kinderalltags liefert den Kindern erste Puzzlesteine für ihr Geschichtsbewusstsein und Verständnis für die Alltagskultur ihrer Gesellschaft. Sie entwickeln ein Gefühl für Zeit und lernen, sich in ihr zu orientieren. Das Gedächtnis der Senioren wird trainiert, sie werden von altersbedingten Erscheinungen abgelenkt und ihr körperlicher Einsatz ist gefordert. Beide Generationen profitieren.

Durch die Kooperationen zwischen Stadtteilarchiv, Kindertagesstätte, Grundschule und Senioreneinrichtungen wird die Vernetzung der Einrichtungen im Stadtteil gefördert. Neue Kontakte können zu neuen Ebenen der Zusammenarbeit führen, so kann z.B. die Großelterngeneration besser in die Schule integriert werden.

Lisa-Lotta 1931 -


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