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Intergenerationelles Lernen: Omas und Opas Kindheit - Trudelreifen, Marmeln und Oblaten

Der gelungene Verlauf des Projektes „Miteinander“ und die geknüpften Kontakte zu spielfreudigen und Kindern zugewandten Senioren führten zur Weiterentwicklung des Projektes.
Im Frühjahr 2008 startete das Projekt „Intergenerationelles Lernen: Omas und Opas Kindheit – Trudelreifen, Marmeln und Oblaten“ in der Grundschule Fahrenkrön, bei dem sich acht Schulklassen mit Großeltern der teilnehmenden Kinder und Senioren der Senioreneinrichtung „Max Brauer Haus“ auf je vier Projekttreffen austauschen. Nun werden mehr Personen (ca. 300) einbezogen und die Fähigkeiten älterer Schüler genutzt.
2008 konnten die ersten vier Klassendurchgänge des Mehrgenerationenprojektes durchgeführt werden, bei denen eine spannende und sehr persönliche Zeit miteinander verbracht werden konnte. Gerade der direkte Kontakt transportierte lebensgeschichtliche Ereignisse der Senioren, aber auch der Kinder auf berührende Weise, und die mitgebrachten alten und modernen Gegenstände fanden immer große Beachtung.



Das Projekt lebt davon, dass die kleinen und großen Teilnehmer ihre Persönlichkeit und individuellen Fragen und Erfahrungen einbringen und ist daher ein nicht in alle Einzelheiten planbares Experiment.


Vortreffen
Auf dem Vortreffen eines Klassendurchganges kommen alle teilnehmenden Senioren, Lehrer und die Projektleitung zusammen, um ihre Erinnerungsstücke zusammenzutragen, sowie Spielregeln und Liedtexte abzusprechen. Hier kommen Geschichten, Fotos und historische Gegenstände zum Vorschein, die im Stadtteilarchiv aufgenommen werden und Stadtteilgeschichte erst richtig lebendig machen.




Die gemeinsamen Treffen der Kinder und Senioren:

1. Projekttreffen „Spielzeug“
Beim ersten Projekttreffen lernen sich alle Teilnehmer kennen. Die Kinder zeigen ihre von zu Hause mitgebrachten Lieblingsspielzeuge und geben somit einen Einblick in die Kinderwelt von heute. Schwerpunkt dieses Treffens ist das gemeinsame Ausprobieren alter Spielzeuge wie Steinbaukasten, Zinnsoldaten und viele andere.


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2. Projekttreffen „Draußenspiele“
Dieses Treffen findet auf dem Schulhof statt – auch falls es nass oder kalt ist, denn früher haben die Kinder bei (fast) jedem Wetter draußen gespielt. Neugierig lassen sich die Kinder von den Senioren zeigen, wie man mit Kreisel und Peitsche umgeht und Kibbel Kabbel spielt. Die Senioren erleben die Treffen als Verjüngung und mobilisieren mit Leichtigkeit Kräfte, die es ihnen ermöglichen den Kindern die alten Spiele wie Trudelreifen selbst vorzuführen. Herausragende Gruppenerlebnisse stellen immer wieder die gemeinsamen Bewegungsspiele wie die „Meyersche Brücke“ oder „Ringlein Ringlein, du musst wandern“ dar.


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3. Projekttreffen „Basteln“
Beim Basteln werden mit einfachen Mitteln kleine, aber effektvolle Spiele hergestellt, wie z.B. ein Gummiball aus Fahrradschläuchen. Vorherrschender Arbeitsstoff bei diesem Treffen ist aber Papier. Anziehpuppen und die klassischen Papierflieger wecken Erinnerungen und machen auch heutigen Kindern Spaß.
Die alten Poesiealben werden den modernen Freundebüchern gegenübergestellt und die enthaltenen Texte, Oblaten und Aufkleber miteinander verglichen.


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4. Projekttreffen „Kleidung“ und „Süßigkeiten“
Heute gibt es zwei Themen. Zuerst schauen sich die Teilnehmer Kleidung und Alltagsgegenstände an. Großen Spaß haben alle beim Ausprobieren von Strapsen, aber auch die vielen alten Fotos auf denen man sieht, was Kinder früher getragen haben, regen Gespräche an. Die Senioren erzählen, wie es war, als sie morgens um die nächste Straßenecke gebogen waren und ihre kratzenden Wollstrümpfe heruntergeschoben haben – egal wie kalt es war.


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Zum Schluss kommt endlich das Naschen alter und neuer Lieblingssüßigkeiten dran!
Alle bringen ein Beispiel oder sogar soviel ihrer Lieblingssüßigkeit mit, dass alle davon probieren können. Früher war die Auswahl noch nicht so groß. Für die meisten Kinder ist es eine neue Erfahrung Süßholz, Johannisbrotschoten und selbst gemachte „Kiensche“ (Karamellbonbons) als Süßigkeiten kennen zu lernen.








Für manche neue Kuschelbeziehung zwischen einem kleinen und großen Teilnehmer ist es schwer zu ertragen, dass dies das letzte Projekttreffen ist – wenn auch ein zuckersüßes.


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