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Chronologischer Abriss zur Geschichte Bramfelds


Um 1100
Gründung als stormarnsches Dorf im Rahmen der Kolonisierung durch Heinrich den Löwen / Vorangegangen waren Christianisierung und Vertreibung der Slawen / Es gab 10 Bauernstellen, einen Bauernvogt, das Dorf wirtschaftete in Allmende (gemeinschaftliche Bearbeitung der Äcker)

1271
Erste urkundliche Erwähnung als abgabenpflichtiges Dorf gegenüber dem Hamburger Domkapitel / Abgaben in Form von Naturalien und Diensten

1460 - 1863
Vorwiegend unter dänischer Verwaltung / Durch Kriege und Seuchen wurden die bei Bramfeld liegenden Dorfgemeinschaften Klein-Bramfeld, Haldesdorf und Rokesberg verwüstet / Nach Ende des 30jährigen Krieges erhöhten die Bramfelder Bauern die Zahl ihrer Äcker von 7 (1708) auf 12 (1750)

1772
Verkoppelung und Ablösung der Allmendewirtschaft / 251 Einwohner / Außer den 10 Bauernfamilien zählten auch Handwerker und Tagelöhner zu den Dorfbewohnern / Durch die Möglichkeit des Landverkaufs entstanden viele kleinere Bauernstellen

1848 - 1864
Nationale Fragen und die Forderungen nach einem Parlament erschütterten die Region / Schleswig-Holstein-Konflikt endete mit dem Sieg Preußen-Österreichs über Dänemark

1867
Bramfeld kam unter preußische Verwaltung und bildete mit Poppenbüttel einen Amtsbezirk im Rahmen des Kreises Stormarn mit Landratsamt in Wandsbek / Die landwirtschaftlichen Flächen wurden immer weiter aufgeteilt / Die ersten Gärtner siedelten sich in Bramfeld an

1900
1506 Einwohner / Das Dorf ist zur Vorstadt geworden / Der Ortsteil Hellbrook wuchs an Barmbek heran / Mehr Gärtnereien als bäuerliche Betriebe in Bramfeld

1910
3429 Einwohner / Bramfeld bildete mit Steilshoop zusammen einen eigenen Amtsbezirk / Aufgaben wie Konzeption des Nahverkehrs und der Stadtentwicklung mußten von der Gemeinde gelöst werden

1928
7171 Einwohner / Bramfeld ist zum Arbeiter- und Angestelltenwohnbezirk geworden / Siedlungsbau begann / Bramfeld war das zweitgrößte Gemüseanbaugebiet nach den Vier- und Marschlanden / Desolater Zustand der Gemeindefinanzen / Aufgaben wie Kanalisation, Gewerbeaufsicht, Verkehrsentwicklung und Flächennutzungsplanung überforderten die Gemeindeverwaltung und konnten nicht befriedigend mit den größeren Nachbarn Wandsbek und Hamburg abgestimmt werden

1937
Im Zuge des Groß-Hamburg-Gesetzes wurde Bramfeld nach Hamburg eingemeindet / Da Bramfeld seit 1918 ein "roter" Stadtteil war, kam es 1933 mit der Machtübernahme der Nazis zu Exzessen gegenüber Sozialdemokraten und Kommunisten / 1941 - 1944 wurde die Maimoorsiedlung unter Federführung der "Neuen Heimat" mit holländischen Zwangsarbeitern errichtet

1949
Im Rahmen der Bezirksverwaltungsreform kam Bramfeld zum Bezirk Wandsbek und bildete mit Steilshoop einen Ortsamtsbereich / 24 418 Einwohner

1950
Weiterer Siedlungsbau wie die Gartenstadt Hohnerkamp (1953) und die Hegholt-Siedlung (1960)

1959
Der Otto-Versand kam nach Bramfeld und wurde bald zum größten Arbeitgeber im Stadtteil / Der alteingesessene Handwerksbetrieb von Max Bahr (seit 1879 in Bramfeld) entwickelte sich zu einem der größten Baumärkte in Deutschland / Bramfeld wandelte sich vom Arbeiter- zum Angestelltenstadtteil / 56 663 Einwohner (1965)

1967
Der dörfliche Charakter mit Strohdachhäusern und Dorfteich verschwand endgültig mit dem Karstadt-Neubau / Ausbau der Bramfelder Chaussee zerschnitt den Stadtteil

1980
Umdenken bezüglich Stadtentwicklung setzte ein / Der Verlust des Ortszentrums wurde bedauert, Verkehrszunahme kritisiert, Alternativplanungen in Auftrag gegeben

1992
Gründung "Runder Tisch für Bramfeld" anläßlich der Planung des Pavillondorfes für Asylbewerber/Flüchtlinge

1993
Gründung der Stadtteilkonferenz

1996 - 99
Fertigstellung einer privaten Öko-Siedlung und einer Solar-Muster-Siedlung der HGW auf der Karlshöhe

1998
50 038 Einwohner

2002
Vorlage des Rahmenplankonzeptes zur Zukunft des Bramfelder Ortskerns, das aus drei Planungswerkstätten hervorgegangen ist

2003
Brakula und Nebengebäude werden auf Initiative des Stadtteilarchivs unter Denkmalschutz gestellt

2006
Die Bezirksversammlung Wandsbek bewilligt der GbR Kulturinsel Bramfeld 3310 €, damit diese von ihrer Architektin eine erste Bestandsaufnahme der städtebaulichen Situation erstellen lassen kann.

2009
Bürgerschaft und Bezirk geben eine Machbarkeitsstudie für die Kulturinsel Bramfeld in Auftrag: Das Ergebnis -- es ist machbar.
Max Bahr gibt seinen Standort Herthastraße/Bramfelder Chaussee auf und zieht einen Kilometer weiter Richtung Süden an die Bramfelder Chaussee.

2011
Nach jahrelanger Planung beerdigt der SPD-Senat die Pläne für eine Stadtbahn, die Bramfeld und Steilshoop endlich besser an die Innenstadt anschließen sollte.
Die Bezirksversammlung stellt 300 000 € für die Kulturinsel bereit, die für erste Baumaßnahmen am Försterhaus genutzt werden sollen.

2012
Bramfeld erstes EKZ, die Marktplatzgalerie, am ehemaligen Standort von Max Bahr wird eröffnet.

2013
Die Stadtteilkonferenz Bramfeld feiert ihre 100. Sitzung.
Brakula erhält 1,3 Mio. € für die Sanierung zur Verfügung.
Das Stadtteilarchiv Bramfeld feiert sein 30jähriges Jubiläum.
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